Sonnentor 20 Kreuz der Dualität (2)

Sonnentor 20 – Dualität

Jennifer Nicole Król über ihr transpersonales Kreuz der Dualität (2)

Den spannenden Spagat zwischen Stamm und Individualität hat Jennifer schon in ihrer Kindheit erfahren dürfen. Auch wenn sie noch zwei Jahre bis zum Saturn Return hat, erlebt sie die Entwicklungsaufgaben und Pole ihres Designs als sehr stimmig. Toll finde ich, wie sie als MG 5/1 zum Thema Warten steht und wie ihr die emotionale Autorität dabei hilft. Tatsächlich war Jennifer eine der Ersten, die sich als Interviewpartnerin für das Projekt Sinnfluencer zur Verfügung stellte. Sie wollte sich schon länger zum Thema der Lebensaufgabe austauschen. Da kam meine Einladung wie gerufen. Und hier nun die Quintessenz aus unserem Gespräch zum Nachlesen.

Jennifers erste Begegnung mit Human Design 

Human Design begegnete ihr im vergangenen Jahr auf Instagram in Gestalt eines Beitrags zu den Variablen, den sie sehr spannend fand. Als das Thema nach Monaten erneut auf ihren Radar kam, kribbelte ihr gesamter Körper, und die 1er-Linie wollte direkt forschen. Obwohl sie sich als spirituellen Menschen wahrnimmt, reagierte der Verstand erst einmal skeptisch. Das innere Gefühl war jedoch so klar, dass sie einfach tiefer in die Materie eintauchen musste.

Wie ich hat sie das Tor 49 im unbewussten Mars. Ich selbst habe 3x gekündigt, ohne zu wissen, wie es weitergeht: Als Jennifer sich zu ihrer ersten Human Design Ausbildung anmeldete, kündigte sie nahezu zeitgleich ihr festes Angestelltenverhältnis. Sie spürte einfach, dass sie ihr Potenzial in ihrer bisherigen Tätigkeit nicht leben konnte und dass Human Design ihr wiederum genau das eröffnete.

Jennifers transpersonales Kreuz der Dualität

Jennifer hat eine seltene Konstellation in ihrer Lebensaufgabe: Ihre Inkarnationskreuztore bilden jeweils einen Kanal, wobei diese Talente jedoch polar zueinanderstehen. Zudem weist ihr Design einen Split auf, wie es auch ihr transpersonales Kreuz der Dualität andeutet. Es war für sie unsagbar erleichternd zu erfahren, dass sie als Transpersonale Erfahrungen machen darf, um diese an Andere weiterzugeben und sie in ihrem Wachstum zu unterstützen.

Aufgrund vieler individueller Schaltkreise habe ich mich immer ein wenig wie ein Alien gefühlt. Auch Jennifers Design ist sehr individuell geprägt: Insbesondere den Kanal 20/34 kann sie sehr stark wahrnehmen: Eigentlich würde sie niemanden für die Umsetzung brauchen, da alles in ihr ist. Und doch ist die Interaktion ein wesentliches Thema:  Sie wuchs als Kind bei ihrer Mum auf. Die Großeltern sind Zeugen Jehovas. In diesem Stamm (Kanal 37/40) wurde sie groß, hat sich aber nie als Teil davon gefühlt. Heute hat sie sehr gutes Verhältnis zu ihrer Oma und den Cousinen. Dennoch blickt jeder auf seine ganz eigene Weise auf die Welt: Für sie ist das die Keymessage ihrer Lebensaufgabe: Sie hat sowohl den Stamm als auch die ihr eigene Individualität kennengelernt, um herauszufinden, was ihr wirklich entspricht und wie sie diese Polaritäten in sich vereinen kann.

Warten und Geduld als MG

Mich interessiert sehr, wie Jennifer als MG mit dem Thema Warten und Geduld umgeht: Sie beschreibt, dass ihrem Design – durch den Kanal 52/9 von der Wurzel zum Sakral und das Talent 4/63 zwischen Krone und Ajna – eine Art Bremse innewohnt: Wenn sie einen Plan, spürt sie die Power und kann auch direkt loslegen. Als emotional Definierte lässt sie sich jedoch vorher gerne Zeit. Um ihre emotionale Autorität und ihren Split zu wissen, war ein Segen für sie, da sie gemerkt hat, dass die Erwartung Anderer, spontane Entscheidungen zu treffen, sie extrem stresst und nervt. Sie benötigt wirklich Zeit, um alle Seiten einer Entscheidung miteinzubeziehen. Als sie sich etwa für die Human Design Ausbildung und zur Kündigung entschloss, dauerte das länger als 3-7 Tage, wie es sonst häufig für die emotionale Autorität gilt. Auch ohne das Wissen um ihre Körpergrafik hat sie schon früh danach gelebt und ihr Umfeld darüber informiert, wenn sie bei anstehenden Entscheidungen länger Bedenkzeit brauchte.

Jennifer hat sich alle Inkarnationskreuztore im I Ging angeschaut: Ihr Sonnentor 20.5 setzt sich aus Wind und Erde zusammen. Entsprechend empfindet sie die 20.5 auch als Wind, welcher über die Erde fegt und Staub aufwirbelt, der sich dann setzen darf, bevor etwas Neues entsteht. Aus ihrer Sicht muss nicht das gesamte Leben umgekrempelt werden. Oft ist einfach eine partielle Anpassung nötig. Jennifer erlebt sich selbst als sehr präsent im Moment: Wenn ein Mensch um Probleme und die Vergangenheit kreist, ist es ihre Gabe, ihm dahingehend eine Perspektive zu eröffnen, was diese Zeit der betreffenden Person an Positivem gebracht hat. Selbst wenn ihr etwas Schlimmes widerfahren ist, ergab es einen Sinn. Sie ist in der Lage, zu erkennen, welches Potenzial darin liegt. Auch sie reflektiert natürlich, lässt sich aber nicht von der Vergangenheit ausbremsen oder aufhalten.

Saturn Return: „Oje, habe ich jetzt gar keine Energie mehr?”

Jennifer ist in der Übergangsphase zum Saturn Return, aus Human Design Sicht also quasi ein Baby. Doch schon jetzt, etwa 2 Jahre vor dem Eintritt, spürt sie das Thema ihres Kreuzes in ihrem Leben: In der Rückschau kann sie sagen, dass ihre größten Wachstumschancen in der Interaktion mit Anderen lagen: Was oft erst einmal unangenehm war, hat ihr doch auf lange Sicht wirklich konstruktive Veränderungen hinsichtlich ihres Mindsets ermöglicht. Deswegen freut sie sich auch schon auf ihren Saturn Return, wenngleich das entsprechende Chart sie zu Beginn doch ziemlich schockiert hat: Als MG mit nur einem offenen Zentrum bekommt sie mit dem Saturn Return einen Projektor 4/6 mit nur noch zwei definierten Zentren an die Seite gestellt. Im ersten Moment befürchtete sie, künftig keine Energie mehr zu haben. Doch dann hat sie sich bewusst den unbewusst definierten Kanal 51/25 angesehen, um sich das Thema zu vergegenwärtigen und festzustellen, wie sehr dies mit ihr resonierte: So wird es darum gehen, wirklich Verantwortung zu übernehmen, aber – ganz 5er-like – eigene Rahmenbedingen abzustecken und nicht alles mit sich machen zu lassen. Ich kann mir vorstellen, dass durch diesen Fokus auf einen einzigen Kanal der Umgang damit leichter werden könnte, zumal hierdurch die gesamte Energie frei fließen kann, weil Jennifers Split überbrückt wird.

Nicoles Arbeit als Wohlfühl-Coach

Nicole arbeitet im Einzel- und Gruppen-Setting auf Basis des Human Design als Wohlfühl-Coach. Dieses Thema findet sich auch in ihrer offenen Milz wieder. So hat sie selbst viele gesundheitliche Beschwerden durchlebt. Aus ihrer Sicht bekämpft die Schuldmedizin häufig nur die Symptome. Sie fragt jedoch danach, wieso diese überhaupt entstanden sind und welche Emotion gesehen werden möchten, anstatt mit Medikamenten o.ä. unterdrückt zu werden. Human Design liefert an dieser Stelle von Ernährung über das Aminosäurenprofil und Emotionen bis hin zu Organproblemen aufschlussreiche Erklärungs- und Lösungsansätze. Sie ist in der Lage, mit ihren Fragen herauszukitzeln, was der wirkliche Grund hinter dem Symptom ist. Auch die Klienten verspüren große Resonanz, wenn die emotionalen Ursachen einbezogen werden. 

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass insbesondere für den Bereich der Gesundheit die möglichst exakte Geburtszeit zur Erstellung des Charts zentral ist.  

Du findest Jennifer auf Instagram: Jennifer Nicole Król.

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