Sonnentor 32 Kreuz der Maya (3)

Sonnentor 32 – Maya

Michèle Delbé über ihr persönliches Kreuz der Maya (3)

Das war eine ganz besondere Folge mit der lieben Michèle, die als Reflektorin uns ihre Wahrnehmung auf eine ganz besondere Art spiegeln kann. Es war Vollmond und für sie hat der Mond bekanntermaßen eine ganz besondere Bedeutung. Ihr Einstieg ins Human Design war tatsächlich über die Lebensaufgabe und hat für sie alles verändert. Dabei hat sie schon immer gespürt oder besser gefühlt, dass es oft um eigentlich etwas ganz anderes geht, also das, worüber gerade gesprochen wird.

Die Essenz der Folge kannst du im Folgenden nachlesen.

Erste Begegnung mit Human Design und dem persönlichen Kreuz der Maya

Tatsächlich fand Michèle ihren Einstieg ins Human Design über die Lebensaufgabe, da diese Thema eines Aufstellungs-Seminars war, das sie gebucht hatte. In diesem Rahmen erfuhr sie auch von ihrem seltenen Typus als Reflektorin und erhielt eine unsagbare Fülle an Informationen, die sie regelrecht elektrisierte. Sie spürte die Wichtigkeit dessen, und wo die Aufstellung schon fast vergessen war, wurde ihr Fokus auf Human Design gelenkt. Als sie auf die Bezeichnung Maya stieß, dockte etwas unmittelbar und sehr tiefgehend in ihr an. Sie verbindet mit den Mayas einen Blick hinter Illusionen. Illusion meint, dass hinter dem offen gezeigten Bild noch eine andere Welt existiert, die sie selbst schon immer wahrnehmen konnte. Gleich mehrere Male las sie sich den Text zu ihrem Inkarnationskreuz durch und hatte das Gefühl, ihr ganzes Leben zu verstehen. Sie erinnert sich an zahllose Situationen, in denen sie hinter die Fassaden geschaut und sich z.B. in einem Meeting gefragt hat, worüber da eigentlich debattiert wurde: Vordergründig ging es vielleicht um eine Präsentation, doch in Wahrheit gab es ein dahinter liegendes Thema. Oftmals war sie völlig davon absorbiert sich zu wundern, warum niemand das für sie klar Erkennbare ansprach. Sie ging lange Zeit fälschlich davon aus, dass es allen so erging.

Michèles Rolle als Reflektorin in der Gemeinschaft und im Stamm

Michèles Sonnentor 32 thematisiert Kontinuität und liegt im Stammes-Schaltkreis. Sie findet es gerade auch im Zusammenspiel mit dem persönlichen Kreuz der Maya und ihrem Reflektor-Dasein sehr spannend und konnte den Bezug zum Stamm immer schon sehr stark spüren: So hat sie z. B. jahrelang mit Freude Basketball gespielt und war aus Liebe zum Verein einfach gerne Mitglied darin.  Als Reflektorin hat sie eine spezielle Rolle im Stamm inne, nämlich die, mittendrin, aber doch nicht richtig involviert zu sein. Auch wenn sie es früher noch nicht so hätte beschreiben können, so war es doch ihre Aufgabe, Energie zusammenzuhalten, Schatten wie Licht zu spiegeln und eine verbindende Rolle einzunehmen. Sie fühlt deutlich, dass ihre Lebensaufgabe und ihr Sonnentore sehr stark mit dem Stamm zu tun haben, wobei es nicht immer um die Ursprungsfamilie gehen muss. Auch wenn Tor 32 von „Dauer“ handelt, spricht es auch von Wachstum und Transformation: Demnach soll ein Stamm durch kontinuierliches Wachstum aufrechterhalten werden. Ist er dazu nicht bereit, sowie dazu, Illusionen als solche zu entlarven, wird er nicht zukunftsfähig sein und letztlich zusammenbrechen.

Rückzug als Schutz

Michèle trägt das Profil 2/4, dem eine Spannung zwischen dem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Rückzug innewohnt. Mittlerweile hat sie verstanden, dass ihr Profil sie schützt. Die Zweierlinie gebietet – ebenso wie ihr Typ – Rückzug. Die Gesellschaft applaudiert und bestärkt uns nicht, wenn wir der Einsiedelei und einsamer Meditation auf dem Berg frönen. Man muss es sich schon etwas herausnehmen. In der Vergangenheit hat sie dieses Bedürfnis ignoriert und sich ihm nur infolge völliger Erschöpfung ergeben. Doch eigentlich darf die Zeit der Innenschau und Reflexion von Illusionen dienen, und dazu, das eigene Naturtalent zu leben. Doch wie soll das möglich sein, wenn man zu mitgenommen ist, um überhaupt wahrzunehmen und nachzubereiten?! Im Rahmen ihres Dekonditionierungsprozess begreift sie immer mehr, wie zentral Auszeiten für sie sind. Als sie im letzten Jahr aus einem Zustand völliger Entkräftigung sehr konsequent darin war, stellte sie sehr schnell die positiven Effekte fest: So war es ihr möglich, sich sehr viel rascher energetisch zu entleeren. Sie verstand folglich, wo sie als Spiegel hatte dienen dürfen, es gar nicht um sie selbst ging und es keine neue zu bearbeitende Baustelle, für sie gab. Mittlerweile sind Auszeiten fest in ihrem Alltag implementiert. Sie weiß einfach, dass sie der Welt nur dienen kann, wenn sie geklärt ist und nicht – wie zuvor – einem „Oberzombie“ gleich durch die Gegend stolpert.

Zeitenwandel 2027 und unterstützende Lebensabschnitte

Michèle befindet sich noch bis 2027 im Saturn Return. Dieses Datum ist auch kollektiv wesentlich und wird mit dem anstehenden Zeitenwandel verbunden. Schon jetzt können wir beobachten, dass sich Viele vermehrt mit sich, Ernährung, Achtsamkeit usw. befassen und in Folge unfreiwilliger, die ganze Gesellschaft betreffender Erfahrungen im eigenen Leben aufräumen. Michèle hat mit dem Saturn Return das Kreuz der Ansteckung, einen kraftvollen MG und das 4/6er-Profil an die Seite gestellt bekommen. Letzteres wird sie auch in der Uranus Opposition weiter begleiten. Sie spürt v.a. die 4er-Linie ihres Avatars dadurch, wie Menschen auf sie reagieren: Diese fühlen ihre Offenheit und attestieren ihr ein Netzwerker-Gen. Sie kannte schon immer jeden –  nicht aus Verpflichtung, sondern weil sie schon immer interessiert an Anderen war und gerne vernetzte. Auch die kraftvollen MG-Qualitäten nimmt sie sehr deutlich wahr: Wenn sie sich ihrer Lebensaufgabe verschreibt, kommt es ihr so vor, als könne sie einen Umhang anziehen, der ihr nochmals mehr Power verleiht, um dieser Mission nachzukommen. Es ist jedoch nicht ihre Power. Sie kann den Umhang eine Weile tragen, darf aber ansonsten akzeptieren, dass sie eine Reflektorin ist und bleibt. Auch wenn sie es noch nicht so recht zu greifen vermag, hat sie doch das Gefühl, als habe sie etwas mit dem 2027 anstehenden Zeitenwandel zu tun. Die Jahre bis dahin kommen ihr wie eine Zeit der Vorbereitung auf ihre Uranus Opposition vor. In ihrer Lebensaufgabe steckt bereits ganz viel Führungspotenzial, das mit dem Avatar ab 2027 nochmals verstärkt wird. Diese Tatsache empfindet sie als unsagbar spannend, wenn sie auf den Stamm und ihr persönliches Kreuz der Maya blickt, welches davon handelt, Themen zu beschreiben und von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Sie findet in den Texten sehr viele Begriffe, die mit ihr räsonieren. Konkret bedeutet Führung für sie als Reflektorin etwas ganz Anderes als das, was man gemeinhin als solche kennt. Sie hat das Gefühl, als würde und müsse sie zwangsläufig über das Bekannte hinausgehen, was sich sowohl in dem Manifestor widerspiegelt, der sie im Zuge ihrer Uranus Opposition künftig als Avatar begleiten wird, als auch im dann prominenten Kreuz des Regierens. Es bleibt spannend zu erfahren, wie sich ihr von Stammesorientierung geprägtes Design im Zuge des zunehmenden Individualismus entfalten wird, zumal wir ja noch Jahrzehnte vor uns haben und gar nicht „wissen“ können, was noch alles geschehen mag.

Lass uns über Bestimmung sprechen, nicht über Lebensaufgabe!

Michèle stößt sich etwas an der Bezeichnung Lebensaufgabe, da sie suggeriert, es gehe darum, etwas zu tun, was auf eine Reflektorin einfach nicht zutrifft. Sie ist weder hier, um zu initiieren, noch dafür umzusetzen. Für sie ist der Begriff Bestimmung wesentlich stimmiger. Man steigt schrittweise ein, nähert sich ihr über die Worte und Texte dazu und findet darin vielleicht auch Aspekte, die andere nicht sehen. Dann geht es darum, wie wir all´ das interpretieren, was sich ständig ändert – ebenso, wie sich die Dinge in der Welt zeigen. Die Grundresonanz und das, was da von Anfang an andockte, jedoch bleibt, so ihre Wahrnehmung. Die Kernaussage der eigenen Lebensaufgabe ist: „Es gibt keinen Weg daran vorbei!“ Wo sie jahrelang in einem Job feststeckte, der sie nicht glücklich, sondern krank gemacht hat, empfindet sie heute tiefe Dankbarkeit dafür, dass sie ihren Weg nun wirklich geht. Fast wöchentlich wirft sie Dinge über den Haufen und streift Schichten ab, die nicht ihrem authentischen Selbst entsprechen. Auch wenn uns das Human Design eine Interpretationsgrundlage gibt, durchlaufen wir doch einen Dekonditionierungsprozess. Vor vier Wochen noch hätte sie mir ganz andere Antworten in diesem Interview serviert, was zeigt, wie sehr sie im Wandel inbegriffen ist. Wir werden früher oder später psychisch bzw. körperlich ausbaden, wenn wir zu sehr gegen das leben, wofür wir eigentlich angetreten sind. Spätestens der Chiron wird uns aufrütteln, wenn wir bis dato nicht unsere Hausaufgaben erledigt haben. Körperliche Erkrankungen sind das Letzte, was kommen kann, um uns wachzurütteln. Wir können also sicher sein, dass körperliche Signale und einfache Symptome auf ein gestörtes Energiefeld verweisen. Solange wir unsere Lebensaufgabe verkörpern – auch wenn sich die Inhalte und die Ausdrucksform ändern mögen -, ist unsere Energie im Fluss, und es fühlt sich leicht an. Es muss kein Kampf sein, bei dem wir mit dem Kopf durch die Wand gehen. Wir sind mit allem ausgestattet, um das zu erfüllen, auch wenn es mit Wachstum und Transformation einhergeht. Grundsätzlich versteht Michèle Eigen-Ehrlichkeit und eine gewisse Stimmigkeit als richtunggebend auf dem Weg. So kommen wir den Inhalten unserer Bestimmung letztlich näher. Da sie 123 Jahre alt wird, hält sie es übrigens nicht für notwendig, alle Illusionen direkt zu durchschauen 😉.

Über ihre Arbeit

Da sich Michèle – wie beschrieben – auch hinsichtlich der Inhalte ihrer Arbeit in einem Wandlungsprozess befindet, können wir neugierig bleiben und auf Instagram live mitverfolgen, wie sich das letztlich zeigen wird. Du findest sie hier.

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