Sonnentor 33 Kreuz der Verfeinerung (2)

Sonnentor 33 – Verfeinerung

Stephanie Korn über ihr transpersonales Kreuz der Verfeinerung (2)

Wir alle sind neugierig und wollen wissen, wo unsere Reise hingeht, aber ist es manchmal nicht schön, einfach zu sein? Ich habe mit Steffi über ihr transpersonales Kreuz der Verfeinerung gesprochen. Den Podcast kannst du hier hören, aber auch auf allen gängigen Plattformen.

Hier sind die Keyfacts aus unserem Gespräch zum Nachlesen.

Die Neugierde der Menschen

Die Frage danach, warum wir hier sind, ist sicherlich so alt wie die Menschheit. Steffi ist diesbezüglich ebenso neugierig, vergleicht aber den Wunsch, den Sinn des eigenen Lebens vollkommen begreifen zu wollen, mit einem Kind, das heimlich im Schrank der Eltern nach den Weihnachtsgeschenken sucht: Die Freude und der Prozess sind anders, wenn ich warte. Sie stellt die Frage in den Raum, ob die Lebensaufgabe tatsächlich vorab in der Tiefe verstanden werden will oder mehr ein Begriffe-Anker ist. Persönlich nähert sie sich Themen weniger über das Lesen. Auf das Buch „Der Sinn deines Lebens“ von Chetan Parkyn angesprochen, räumt sie ein, dies im Zusammenhang mit ihrem transpersonalen Kreuz der Verfeinerung gar nicht erst aufgeschlagen zu haben, auch wenn das für den Einzelnen durchaus wertvoll sein könne. Die Bewahrheitung anhand konkreter Referenzerfahrungen vermittele ihr ganz andere Einsichten und ein viel grundlegenderes Verständnis. Steffi fragt sich, ob „Wissen“ wirklich so hilfreich ist, oder ob es nicht auch reicht, sich vom Leben überraschen zu lassen, indem man in die Schritte hineinwächst, ohne zu wissen, wie es weiter geht.

Je nach Konfiguration gehen Menschen ganz verschieden mit dem vermeintlich „gleichen“ Kreuz um. Zudem findet sich jede Lebensaufgabe in einer personalen, fixierten oder transpersonalen Ausführung. Doch selbst bei diesbezüglich gleicher Ausprägung gleicht kein Kreuz dem anderen.

Steffi hat viele Menschen mit „derselben“ Lebensaufgabe getroffen, obwohl diese so rar vertreten ist. Über die Erfahrungswissenschaft des Human Design ist es möglich, in einen bewussten Austausch darüber zu gehen und so Impulse für die eigene Sinnsuche zu erhalten und zu geben.

1er und 6er Linie

Ich glaube, dass es sicher auch von Profil und Typ abhängig ist, wie man sich dem Thema der eigenen Lebensaufgabe nähert. Daneben spielt eine mögliche Häufung von z.B. ersten Linien eine nuancierende Rolle, auch wenn das Profil dem entgegensteht. Das „Kostüm des Lebens“ prägt unser Sein – keine Frage – und gleichzeitig kann man auch hier ein bisschen genauer schauen: Das Kreuz – und damit die Sonnen- und Erdentore – macht zwar 70 % von uns aus, aber es ist es eben nur ein Teil des Ganzen. Unsere Lebensaufgabe findet sich nicht nur in diesen 4 Toren, sondern in der gesamten Körpergrafik. Die Inkarnationskreuztore bilden eine Art Konzentrat, um die Komplexität zu vereinfachen. 

Je mehr man in das große Thema der Lebensaufgabe eintaucht, umso öfter heißt es: „Konzentrier‘ dich auf die Basics!“ Das mag so eine 1er Linie, wie ich es bin, ja gar nicht hören! Die möchte forschen und entdecken. So bin auch ich über das oben erwähnte Buch von Parkyn gestolpert: Zugegeben – ich habe den Abschnitt zu meinem Kreuz gelesen und war im Anschluss genauso schlau wie vorher. Steffi führt diesen Gedanken weiter: Mit vielen ersten Linien haben wir manchmal die Illusion, wir könnten über die Analyse alles vorab erfassen und verstehen. Dann kommt aber das Leben mit seinen Erfahrungen und Parametern, die sich vorab gar nicht prognostizieren lassen… 

Während die Einser Linie studiert und die dritte mit dem erlangten Wissen experimentiert, denkt sie sich mit ihrem Profil 6/2 locker-flockig, dass sich schon alles zu gegebener Zeit zusammenfügen wird. Die sechste Linie forscht überhaupt nicht gerne, wo ihr doch in ihrer 6er Snobbiness bereits alles klar ist. 😉

Wie geht Steffi in Resonanz mit ihrem Sonnentor 33?

Als Manifestorin mit dem seltenen transpersonalen Kreuz der Verfeinerung ist Steffi recht spitz positioniert. Ihr Sonnentor 33.6 mit Sitz an der Kehle spricht im Potenzial von Achtsamkeit, Umsicht und Rückzug. Die Qualität der Zurückgezogenheit zeigte sich schon früh: So war Steffi z.B. auch in ihrer Sprache immer schon sehr förmlich und distanziert. 

Verfeinerung entsteht durch Erinnerung, Reflexion und Rückzug. Steffi hat ein regelrechtes Elefantengedächtnis, so auch im Zusammenhang mit Human Design, und zudem mit der 3fachen Aktivierung des Tor 33 ein extremes Bedürfnis nach Rückzug, um zu reflektieren. Oftmals wiederholt sich das Thema des Kreuzes (in dem Fall Rückzug) wie ein roter Faden auch im Rest der Grafik. Menschen, die das von sich selbst nicht kennen, interpretieren Steffis Wunsch nach Allein-Sein vielleicht als asozial oder glauben, es gehe ihr nicht gut. Entsprechend ambivalent erlebt sie dieses Bedürfnis auch, da es sie in seiner Ausgeprägtheit von Anderen unterscheidet. Doch nur durch den Rückzug kann sich das Potenzial der 33.6 – „Offenbarung, die darüber hinausgeht“ – auch entfalten. Berücksichtigt Steffi das nicht, bekommt sie „Nackenklatsche“: Der Körper fordert den Rückzug ein und zwingt sie dazu.

Lebensphasen im Human Design und die dazugehörigen Avatare

Steffi, heute 34, ist seit 2016 in ihrem Saturn Return. Sie vergleicht den Umgang mit den Themen der einzelnen Lebensphasen mit der Handhabung von etwa einem Handy: Anfangs lernen wir es kennen, und erst mit fortschreitender Erfahrung entwickeln wir einen reiferen und intuitiven Umgang damit. So wird es dann schließlich auch möglich, Andere zu bereichern. Als 6er Linie hat sie sich 30 Jahre wie eine 3. Linie verhalten, herumgespielt und Erfahrungen gesammelt.

Mit jedem Lebensabschnitt und dem entsprechenden Zykluschart bekommen wir eine Art Avatar an die Seite gestellt, der gewisse Lernaufgaben an uns heranträgt: Das verhält sich – ähnlich den Transiten – wie eine Hintergrundfrequenz, um uns in unserer Entfaltung zu unterstützen. 

Steffi erfährt sich als Transpersonale durch das Gegenüber und weiß erst durch die Begegnungen mit Anderen, wer sie eigentlich ist: Die Fragen der Klienten regen sie zur Eigenreflexion an. Unbeabsichtigt treffen wir so auf genau die richtigen Begleiter und Lernpartner. Steffis Saturn Return Chart verheißt ihr, dass Menschen zu ihr kommen werden, die auf der Sinnsuche, in Bedrängnis und verwirrt sind; Menschen, die Dinge erlebt haben, für die es schwer ist, einen Sinn zu finden. Sie bekommt mit Tor 33 Geheimnisse erzählt, die Gewicht haben. Ob ihr das immer gefällt, sei dahingestellt. Hat man jedoch Bewusstsein über diesen Prozess, wird es möglich, ihn auch entsprechend zu reflektieren.

Neben persönlichen Lieblingsaspekten unseres Charts, in die wir Hoffnungen und Ängste projizieren, kann ein Thema in der dritten Reihe viel zentraler sein. Davon ist auch Steffi nicht frei. Letztlich geht es jedoch immer wieder zu den Basics zurück: Die Lebensaufgabe ergibt sich automatisch, wenn wir ein Bewusstsein für unsere Körpergrafik schaffen und unsere Entscheidungen gemäß Strategie und Autorität treffen. Je öfter wir das tun, desto mehr können wir ausschöpfen, was Teil unserer Lebensaufgabe ist.

Über Steffis Arbeit

Steffi gibt Human-Design-Coachings und -Trainings für unterschiedliche Levels und Themen. Ich persönlich habe fast alle Kurse bei ihr mitgemacht und liebe und schätze ihre Art Wissen zu vermitteln. Auch im Einzelcoaching kannst du – oder ihr als Paar oder Familie unfassbar viel mitnehmen. Du findest sie auf: Instagram, auf ihrem Telegram Kanal und über ihre Homepage. Zudem empfehle ich dir ihren Podcast Unique´Korn – dein Human Design Impuls-Cast und ihren Chartrechner.

Stephis Chart

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.