Sonnentor 63 Kreuz des Beuwsstseins (1)

Sonnentor 63 – Bewusstsein

Yvonne Conway über das persönliche Kreuz des Bewusstseins (1)

Fragen stellen, das kann Yvonne – während das für sie total normal ist, kann man damit aber auch hier und da anecken. Mit der persönlichen Lebensaufgabe des Bewusstseins im ersten Quadranten und einer undefinierten Krone geht es für sie darum, eine gute Balance im Inneren wie im Äußeren zu erlangen. Hier kannst du die Quintessenz aus unserem gemeinsamen Gespräch nachlesen:

Erste Berührungspunkte mit Human Design und dem persönlichen Kreuz des Bewusstseins (1)

Human Design lief Yvonne mehrfach über den Weg. Der sakrale Funke sprang jedoch erst über, als es 2021 über ihr Netzwerk auf sie zukam. Beim Eintauchen in ihr Chart registrierte sie die hohe Komplexität dieses Tools. Und Komplexität ist etwas, das sie anfixt. Wenn sie eins langweilt, dann ein System, das sie direkt erfassen oder sehr schnell abfrühstücken kann. Sie möchte tief in ein Themengebiet einsteigen. Dank vieler dritter Linien braucht es für sie zudem einen Erfahrungsweg, um Theorie und Praxis zu verzahnen und herauszufinden, was (für sie) funktioniert und was nicht. 

Yvonne spürte bei dem Begriff Bewusstsein direkt eine Resonanz: Seit sie lesen konnte, hat sie Biografien verschlungen und sich mit Persönlichkeitstests auseinandergesetzt, sowie mit den großen Fragen des Lebens: “Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?“ Die offene Krone mit Tor 63 und 64 auf der bewussten Seite des Inkarnationskreuzes können durchaus herausfordern, bestätigt sie. Als Forschergeist mit dem Profil 1/4 möchte sie die Menschen und sich selbst verstehen. Auf meine Nach-frage hin merkt sie an, es falle ihr selbst gar nicht auf, dass sie so viele Fragen stelle, da es einfach natürlich für sie sei. In bestimmten Feldern wie der Schule wurde diese Neugier stark gefördert. Oftmals kann sie sich in Trainings mit ihren Fragen nur schwer zurückhalten, selbst wenn sie aus Erfahrung weiß, dass das nicht immer gut ankommt – gerade auch in persönlichen Beziehungen. Sie empfindet ihren kritischen Verstand manchmal durchaus als unbequem, da sie auch gerne gemocht wird.  Als Kind hat sie z.B. zu hören bekommen, dass sie sich keine Freunde machen würde, wenn sie alles so kritisch hinterfrage. Sie hat diese Aussage zwar nicht akzeptiert, aber sie hat schon etwas mit ihr gemacht. Analog zu ihrem aktivierten Rollentor 13.3 entspricht es ihr tatsächlich, die Dinge per sé sehr viel gründlicher abzuklopfen. Damit stellt sie nicht die Person infrage, sondern ist auf der Suche nach “der Wahrheit”, dem Authentischen und Echten. 

Yvonnes Saturn Return und zelluläres Verstehen

Der Wunsch nach Antworten wurde mit den Jahren immer drängender, denn das bisher Bekannte bot ihr keine Orientierung hinsichtlich der Frage: Wie kann ich in diesem System als ich bestehen bleiben und meinen Beitrag leisten?

Beim Blick auf Yvonnes Saturn Return Chart fällt auf, dass ihr seit 2015 alle Kanäle zwischen Krone und Ajna geschlossen werden. Entsprechend sind seitdem auch mehr Menschen in ihr Leben getreten, die ihr Antworten auf ihre Fragen geben. Begonnen hat es sicher mit Yoga: Indem sie feststellte, was ihr nicht entsprach und was nicht für sie funktionierte, kam sie immer mehr in die Selbstermächtigung: Sie hat einen Yogastil kennengelernt, den sie als sehr dogmatisch erlebte, wenn er es viel-leicht auch nicht war: Die Botschaften des eigenen Körpers wurden in dieser Schule weniger stark gewichtet wie die Form, Abfolge und eine präzise einzuhaltende Struktur. Letztlich war diese Erfahrung jedoch unsagbar wertvoll für sie und brachte sie dahin, immer mehr auf ihren Körper zu hören und den “wahren Lehrer” im Inneren zu suchen. Mittlerweile ist sehr kompromisslos geworden, wenn ihr jemand erzählen möchte, was vermeintlich gut für sie sei. 

Mentales Wissen ist gut und schön, aber zelluläres Verstehen und Integrieren brauchen Zeit. Wenn sie dem Text ihres 63. Genschlüssels lauscht, kann sie spüren, dass das Wissen auf eine Ebene innerhalb ihres Systems sinkt – an einen “Ort”, wo es keine Fragen mehr gibt, sondern einen Frieden jenseits mentaler Aktivität. Auch wenn die Maschinerie ihres Verstands immer wieder aufs Neue an-springt, existieren dazwischen doch diese Momente der Ruhe, in denen JETZT alles gut ist. Übers Yoga konnte sie an diese Erfahrung anknüpfen: Die Antworten, die sie im Kopf gesucht hatte, fand sie im Körper. Lange dachte sie, es gälte, diesen ausbalancierten Zustand mentaler Stille 24/7 aufrechtzuerhalten. Doch die Herausforderungen treiben die Entwicklung weiter an, so unangenehm sie die Schatten von Zweifel und Verwirrung auch zuweilen empfindet und so gerne sie sagen würde, sie hätte beides auf alle Zeit integriert und angenommen. Während Yvonne die Stimmen da oben also weiterplappern lässt, kann sie sich derweil auf der Insel des Körpers ausruhen, das Ganze nicht so wichtig nehmen. Nenn´ es Detachment, Meta-Perspektive oder auch “gar keine Perspektive”!  Auf jeden Fall kann sich so im System etwas entzerren. Bis zum propagierten Zeitenwandel ab 2027 hat sie die ersten sieben Jahre ihres Dekonditionierungsprozesses abgeschlossen. Dem Thema Zeitenwandel steht sie durchaus kritisch gegenüber, v.a. wenn sehr (Achtung Wertung) abstruse Theorien dazu geäußert werden: Sie schließt “all´ das” nicht aus, weil sie grundsätzlich erst mal gar nichts ausschließt. Aber sie lässt sich Zeit damit, eine These oder Theorie für sich zu überprüfen, in die Erfahrung damit zu gehen und so eine Haltung dazu zu entwickeln. Skeptisch gegenüber der Vertrauenswürdigkeit von Systemen an sich und möglicher Gehirnwäsche hält sie sich an die innere Autorität: Sie muss nicht alles an- und mitnehmen, sondern nur dann, wenn etwas andockt. Das Potenzial für Veränderung ist da, die Gestaltung liegt bei uns.

Inwieweit spielt Rhythmus (Tor 5) eine Rolle?

Diese Frage hat sie sich selbst auch schon oft gestellt: Sie kann wiederkehrende Gewohnheiten wie etwa Yoga ausmachen, erlebt aber eben auch häufig einen Shift in ihren Rhythmen. Sie hat keine festen Zeiten, zu denen sie isst oder schläft, und ist auch schnell gelangweilt von zu viel Routine. Hier sprechen sicher ihr Tor 35 in der unbewussten Erde, die vielen dritten Linien und das offene G-Center aus ihr. Sie braucht Stimuli und durchaus auch immer wieder gewisse Extreme, deren jeweilige Pole sie beide leben muss, mal mehr den einen, dann den anderen. Der Schlüsselsatz zu Tor 5.4 „Warten sichert das Überleben.“ hat voll ins Schwarze getroffen: Er entspricht ihrer Strategie als Generatorin. Die Kombination mit Tor 35, das von Fortschritt spricht, und dem Brückentor 20, das alles JETZT will, ist durchaus ein Spannungsfeld: Oft kann sie sich regelrecht dabei zusehen, wie sie in puncto Warten auf Abwege gerät. Positive Referenzerfahrungen mit ihrer Strategie in immer mehr Lebensbereichen bestätigen ihr jedoch, dass die Dinge besser funktionieren und viel leichter von der Hand gehen, wo sie mit Initiieren nicht weiterkam und auch den Weg nicht als freudvoll erlebt hat.

Wie sehr spürt sie die Wichtigkeit der Anderen?

Yvonne hat ein personales Kreuz und einen einfachen Split in ihrem Design: Damit die Energie gut fließen und sie ihren kollektiven Beitrag leisten kann, braucht sie den Anderen und ihr Netzwerk.  Wenn ihre bewusste Sonne (Tor 63) und Erde (Tor 64) sie fordern, hilft es ihr, diese Energie in Kreativität zu kanalisieren, anstatt sie gegen sich und ihre Beziehungen zu verwenden. Gerade an dieser Stelle haben sich durch Human Design Türen geöffnet, wo vorher buchstäblich nur Wände waren: Schon als Kind wollte sie schreiben, aber mit einer offenen Krone sind die Impulse von außen notwendig, damit die Kreativität in Fluss kommt. Auch deswegen liebt sie die Zusammenarbeit mit Initiatoren, die sie als ungemein fruchtbar und inspirierend erlebt.

Über Yvonnes Arbeit als Texterin

Als Texterin verbindet sie ihre Liebe zum Human Design und für Sprache und verfasst z.B. Blogartikel, Exposés uvm. Die Gelegenheiten hierzu kamen zu einer Zeit, in der sie sich in ihrem emotionalen Winter befand: Ohne klassisches Marketing wurde sie durch Menschen aus ihrem Netzwerk in diese Aufgabe initiiert. Sie hat das Gefühl, darüber auch einen Teil ihres Auftrags zu erfüllen – denn dabei geht es nicht mehr nur um sie und ihre persönliche Entwicklung. Es ist einfach größer als das!

Du findest Yvonne auf: Instagram oder über ihre Website. Gerne kannst du auch in ihren Podcast Human Design Perspektiven mit Birga Butenhoff reinhören.

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