Sonnentor 32 Kreuz der Maya (3)

Sonnentor 32 – Maya – Part 2

Tatjana Skopek über ihr persönliches Kreuz der Maya (3)

Tatjana, eine 2/4er MG, ist – mit Unterbrechungen – seit zehn Jahren im Human Design unterwegs und somit schon ein „alter Hase“. Sie trägt das persönliche Kreuz der Maya, das uns aus den Folgen mit Michèle und Sonja schon bekannt ist. Doch wie zeigt sich das bei Tatjana, die ja nun wieder ganz andere Voraussetzungen und Facetten mitbringt im Vergleich zu meinen vorherigen Interviewpartnerinnen, und wie geht sie als Tatjana damit um? 

Die Essenz der Folge kannst du im Folgenden nachlesen.

Das Erkunden der eigenen Lebensaufgabe

Tatsächlich gab es, als Tatjana auf Human Design und ihre Lebensaufgabe stieß, noch ganz andere Recherchemöglichkeiten wie heutzutage, wo wir auf unterschiedlichste Ansätze, Synthesen und Perspektiven treffen, die es ermöglichen, sich einem tieferen Verständnis anzunähern. Als sie im Alter von 37 Jahren das erste Mal von ihrem persönlichen Kreuz der Maya las, hat sie schon ein wenig wiedererkannt, aber das Thema eigentlich nicht großartig beachtet. So geht es ihr heute immer noch, weil sie den Eindruck hat, dass alle Elemente des Charts einfach so großartig im Zusammenspiel sind und im Einzelnen so viel über dich erzählen. Zudem geben sie deinem Kreuz eine wunderbare Basis, um sich entfalten zu können. 

Annäherung an das persönliche Kreuz der Maya über ausgewählte Elemente aus Tatjanas Chart

Aus ihren Augen hat das Kreuz der Maya sehr viel mit den folgenden Fragen zu tun: „Wie schaffe ich es, in einer Kontinuität zu bleiben, und gleichzeitig instinktiv zu erkennen, wann etwas verändert werden darf? Wann wird Wachstum gebraucht, um überleben zu können?“ Hier klingt das Thema der Milz durch, an der ihr Sonnentor 32 seinen Sitz hat. Es geht also sehr stark darum zu entscheiden, was gut gelaufen und bewahrenswert ist, und zudem aus Wiederholung und „Misserfolg“ zu lernen, um auf dieser Basis die nächsten Entwicklungsschritte zu setzen. Tatjana hat – auch mit Tor 44 – einen starken Fokus, in Kooperation zu denken und sich zu fragen, mit wem sie sich diese vorstellen kann. Gleichzeitig besitzt sie ein gutes Gespür dafür, wer mit wem gut zusammenzuarbeiten vermag. Ihr Talent, Menschen mit Unternehmen – beidseitig passgenau und nachhaltig – zu verbinden, hat sie sicherlich auch in ihre 20-jährige Tätigkeit im Bereich Executive Search katapultiert und lange Zeit angetrieben. 

Das Kreuz der Maya spricht davon, gute und präzise Formeln zur Verfügung zu stellen. Tor 61 wiederum birgt das Potenzial, darüberhinausgehend spirituelle und okkulte Gedanken einzubeziehen. Es stellt Fragen nach dem Sinn, sieht auch das „Andere“, das in der Welt der Maya möglicherweise als unrealistisch wahrgenommen wird, und vermag diese Themen zu integrieren und dem Gegenüber zu erschließen. Diese dürfen und können dazu dienen, hier auf Erden ein Stück weit leichter mit den Gegebenheiten zurechtzukommen. 

Tor 62 ist in der Lage, anderen diese Konzepte sehr geerdet, realitätsnah, griffig und präzise nahezubringen und der Maya neue Begrifflichkeiten zu geben, um unsere Lebensbedingungen weiterzuentwickeln und an die Erfordernisse anzupassen. Die 62 braucht aber auch die Perspektiven und Meinungen Anderer (Tor 17), um ein vollständiges Bild zu bekommen. Entsprechend groß ist Tatjanas Drang, in den Austausch zu gehen. Im Anschluss braucht es dann wieder eine Zeit der inneren Verarbeitung, um schlussendlich in die Übersetzung zu gehen. Diesen Prozess gesteht sie sich auch mehr und mehr zu, obwohl sie als manifestierende Generatorin auch ein gewisses Tempo verfolgt.

Seit gut zwei Jahren begleitet Tatjana Menschen vermehrt in zyklischen Wandlungsprozessen. Die bewusste Erde in Tor 42 steht für Wachstum und stellt die Frage danach, was es wert ist, angestoßen, beibehalten und auch beendet zu werden. Wovon darf ich mich aber auch verabschieden, um Neues kommen zu lassen?

Sie kennt die „Ups & Downs“ ihrer Launen, wie es der unbewusst aktivierte Kanal 12/22 nahelegt. Jemand mit diesem Talent kann ganz schön heraus poltern, doch sie hat den Eindruck, dass ihre jeweiligen Linien-Qualitäten sie diesbezüglich ein Stück weit bremsen. Da darf das Umfeld schon ein wirklich vertrauensvolles sein, bevor sie wirklich loslegt. Ihr Mann spürt ihre heraus polternde Launenhaftigkeit sehr stark, während sie mit ihrem Sohn noch etwas nachsichtig ist – zumindest bislang, wo er noch nicht in der Pubertät ist 😉. Im Kontext von Arbeit und Freundschaften gelingt es ihr, Emotionen anmutig zu verpacken. Da kommen ihrerseits zwar prüfende Perspektiven oder ein kritischer Blick, aber durchaus so, dass es ihrem Empfinden nach annehmbar ist. So macht das Arbeiten aber auch mehr Spaß. Der Provokateur aus Tor 39 schafft es, Emotionen anzukitzeln und das Arbeiten an Veränderungen (Tor 18) freudvoll zu gestalten.

Leben und Verstehen: Alles hat seine Zeit

In zwei Jahren kündigt sich Tatjanas Chiron und damit die Meisterschaft an. Die aktuelle Lebensphase dient per se der Rückschau und der Reflexion. Gewisse Themen und Aktivierungen tauchen öfter auf, so z.B. Tor 32, das sich gleich 4x in ihrem Chart wiederfindet. In ein paar Jahren schaut man bestimmt wieder ganz anders auf die eigene Körpergrafik, erkennt, wo man vorher vielleicht andere Aspekte wahrgenommen und als gewichtiger eingeschätzt hat – analog zu den einzelnen Lebensphasen.

Tatjana stellt fest, dass es immer leichter ist zu reflektieren und die Aussagen eines Charts mit dem zurückliegenden Leben und gewissen Entscheidungssituationen abzugleichen, um zu begreifen: „Das Leben hat mich darauf vorbereitet.“ Es gilt also, das Leben vorwärts zu leben und rückblickend zu verstehen. In ihren Augen bringt es nichts, mit Anfang 30 schon auf den Chiron zu schauen und zu mutmaßen, was er wohl bringen mag. Denn zu diesem Zeitpunkt haben wir einfach noch nicht die Lebenserfahrung, um die Chiron-Themen überhaupt einordnen zu können. Alles in der Grafik hat einen zyklischen, dynamischen Sinn. So hat Tatjana lange Zeit mit Tor 32 nicht viel anfangen können, obwohl es sie nahezu in sämtlichen Linien-Qualitäten sowohl im Mond, im Uranus, in der Sonne als auch im Mars ruft. Das kann mitunter ganz schön herausfordernd sein und Chaos im Kopf auslösen, weswegen sie es lange Zeit auch nicht recht fassen konnte. Das Tor 32 hat sie seinerzeit als sehr konservativ empfunden und sich zeitgleich gefragt, was es denn nun bedeute, das Alte zu bewahren und den Weg für das Neue freizuräumen. Sie hat sich selbst immer als Gewohnheitstier empfunden, das nicht spontan ist und nur ungern einmal betretene Pfade verlässt. Tatjana nimmt sich in ihren Entscheidungen Zeit. Und doch begleiten sie ausgerechnet Wachstum und Veränderung übermäßig stark. Wie soll das denn zusammenpassen?! Mittlerweile sieht sie hinter dem Konservativem den Wert, aus gemachten Erfahrungen und Misserfolgen heraus entscheiden zu können, was bleiben und was gehen darf. Dieser Prozess vollzieht sich langsam, braucht einen Anfang und ein Ende. Das dafür notwendige Durchhaltevermögen – sehr präsent im Kanal 53-42 – ist eine Qualität, die Tatjana gerne im Rahmen von Coaching anbietet.

Herzensthema „Werte“

Erst kurz vor dem Gespräch ist ihr bewusst geworden, wie intensiv sie das Thema ihres Sonnentor 32 deswegen durchlebt, weil sie dazu aufgefordert ist, sich ihm aus mehreren Perspektiven zu nähern, so auch aus jener der 32.6: Mit einem Tor in der 6. Linie blicken wir im Hexagrammrad bereits auf das rechts daneben stehende Tor, in Tatjanas Fall also auf das Tor 50 der Werte. Werte sind ihr ein echtes Herzensthema, an dem sie zu Beginn eines Coachingprozesses intensiv mit dem Klienten arbeitet. Die eigene innere Haltung darf uns in Zeiten der Veränderung als Anker, sowie der Orientierung und integren Ausrichtung dienen. Diese Haltung kann sich naturgemäß erst im Laufe der Zeit entwickeln. Auch ich bin der Überzeugung, dass kein Wandel, kein Entscheidungsprozess ohne Werte funktioniert und auch jedes Team verbindende Werte definieren sollte, um auf dieser Basis gemeinsam zu wachsen. Tatjana erlebt immer wieder, dass eine Diskussion über Werte es ermöglicht, die Menschen in einer ganz anderen Tiefe und Ehrlichkeit kennenzulernen. Über subjektive Bedeutungszuschreibungen können wir Klarheit erlangen, welche zudem gegenseitiges Verständnis und eine wertschätzende Kommunikation unterstützt. An dieser Stelle sei mir der Verweis auf mein Werte-Kartenset erlaubt, das entsprechende Gespräche anzuregen vermag. 

Tatjana empfindet das individuelle Human Design Chart als unsagbar potent, um den Coachee in seine Klarheit zu begleiten und sein persönliches Wachstum zu fördern: Die ganze Energie verändert sich dann, was wiederum auch nach außen wirkt.

„Für dich kann es ganz anders gehen!“ – Wider den pauschalen Erfolgsrezepten

Tatjana hat ein komplett offenes G-Zentrum, jedoch nie ein wirkliches Thema mit der Indentitäts-Suche. In den einzelnen Lebensphasen bzw. den begleitenden Körpergrafiken war jedoch gerade das ein Schwerpunkt. Entsprechend kam dieser auch konkret von außen auf sie zu. Heute weiß Tatjana, wer sie ist und wo sie hinwill. Diese Entwicklung vollzog sich über das gesamte Leben hinweg. Mit 20 hat sie noch anders gedacht wie mit 30 oder 40. Dabei gibt es kein Richtig und kein Falsch. Mit ihrer extremen Offenheit an dieser Stelle lässt sie vieles zu, ist flexibel und weniger festgelegt – immer in Abhängigkeit vom Umfeld, an das sie sich sehr gut anzupassen weiß. Sie fühlt sich auch in verschiedenen Kontexten wohl und angekommen. 

Am Beispiel von Brand Identity veranschaulicht sie die Unterschiede von Menschen mit definiertem bzw. wahrnehmendem Selbst-Zentrum: Zu entdecken, dass das, was für sie gut ist, nicht auch für dich stimmig sein muss, empfindet sie als das eigentlich Geniale am Human Design: Mit diesem Wissen im Hinterkopf nehmen wir Abstand von pauschalen Erfolgsrezepten und erkennen, dass das Gegenüber – unabhängig von unseren eigenen Erfahrungen – seine eigenen, vielleicht ganz anderen machen könnte.

Über Tatjanas Arbeit als Mentor und im Bereich Executive Search

Tatjana ist seit über zehn Jahren selbständig und unterstützt bei der Suche und Auswahl von Mitarbeitern. Seit 2019 begleitet sie zudem Menschen wie z.B. angehende Führungskräfte, die sich in beruflichen Veränderungsprozessen befinden. Wenn man zyklisch arbeiten möchte, braucht es ein Stück weit Kontinuität und mehr als einen einmaligen Impuls. Im 1:1 Mentoring können individuelle Lösungen und Schritte erarbeitet werden, die den Weg von einer Rolle, Firma oder Branche in die nächste bereiten dürfen. Dabei kann es z. B. um die authentische Präsentation meiner selbst und die Entwicklung eines eigenen Führungsstils gehen, der die persönliche Einzigartigkeit ebenso zu würdigen weiß wie die der mir Anvertrauten. Tatjana tüftelt zudem derzeit an Angeboten für kleine oder größere Gruppen. 

Du findest Tatjana auf Instagram und über ihre Websites: Auserlesen: Karriere Mentoring und Auserlesen Executive Search.

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